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Das „altbau plus Energiefenster“

Seid März 2020 hat altbau plus e.V. das Energiefenster bei facebook geöffnet.

In regelmäßigen Abständen gibt es dort Tipps und aktuelle Informationen zu den Themen:

– energetisches Sanieren
– barrierefrei Wohnen
– Wohnen im Alter
– ressourcenschonendes Sanieren

Die Kooperation der Altbau-FAQs mit altbau plus e.V. ermöglicht es, das Energiefenster nun auch hier präsentieren zu können. Wir freuen uns auf viele kluge Beiträge.

Wer facebook nutzt, findet das altbau plus Energiefenster hier oder direkt innerhalb von facebook: @altbauplus.energiefenster.

Das Energiefenster ist teil des 3% plus Projektes.

 

facebook

Die Altbau-FAQs gibt es auch auf facebook. Die Beträge auf der Webseite (also hier) können je nach Frage ausführlicher sein. Dagegen wird die Reihe der Fragen & Antworten bei facebook mit interessanten Links ergänzt.

Ein weiterer Vorteil der Webseiten-Version ist die bessere Such- und Orientierungsmöglichkeit. Hier lässt sich einfach besser stöbern und recherchieren. Via facebook ist es dagegen leichter von neuen Beiträgen zu erfahren. Zwie Wege, die sich ergänzen sollen.

 

Beratung / Sprechstunden aktuell

Juni 2020: Es werden wieder auch persönliche Beratungen in der Geschäftsstelle, AachenMünchener Platz 5, Aachen, angeboten. Es gilt die Maskenpflicht.

März 2020: Aus bekanntem Anlass stellt altbau plus e.V. ab sofort nicht nur die Veranstaltungen ein, sondern auch die persönliche Beratung. Sie können aber gerne zu den Sprechzeiten anrufen oder eine Email mit Ihrer Frage senden.

Telefon: 0241 413 8880
Email: info@altbauplus.de

 

Absage aller Veranstaltungen

Hier die aktuelle Meldung von altbau plus e.V.:

„Leider müssen bis auf weiteres alle Veranstaltungen von altbau plus, Vorträge und Rundgänge, abgesagt werden. Ersatztermine werden bekannt gegeben, sobald eine Entspannung der Lage zu erkennen ist.“

Schade, aber vernünftig. Auf der Webseite von altbau plus e.V. werden informative Videos zu den Themen der Sanierungstreffs bereitgestellt. Sie zeigen in angemessenen Abschnitten die ausführlich erläuterten Vortragsfolien (angenehm sachlich, ohne das häufige Getue und Gezappel).

Inzwischen wird die persönliche Beratung/Sprechstunde wieder in der Geschäftsstelle angeboten.

 

Was ist ein „Altbau“?

„Ist ein Haus aus den 1990er-Jahren ein Altbau, wenn es top gepflegt ist?“

Nun, wir schreiben das Jahr 2020. Ein Haus aus dem letzten Jahrtausend ist mit Sicherheit ein Altbau. Man könnte es handhaben wie mit Autos. Ein Neuwagen, der einmal zugelassen war, oder auch nur ein paar Tage benutzt wurde, ist keiner mehr. Eine amtliche Definition gibt es nicht. Die halte ich auch nicht für nötig. Letztlich spielt es keine Rolle wie alt ein Haus ist. Alte Häuser sind nicht selten besser Nutzbar als gerade gebaute.

 

Viel interessanter für die Nachhaltigkeit ist doch die Frage, ob das Haus „neuwertig“ ist. Worauf bezieht sich das? Erst einmal ist das einfach: Es muss alles am Haus optisch und technisch so beschaffen sein, als wäre es gerade erst mängelfrei fertiggestellt. Gleichzeitig muss es aber auch den heute aktuellen Standards entsprechen.

Es drängt sich sofort die Frage nach der Energiebilanz auf. Die Ansprüche hierbei sind in den letzten Jahren bekanntlich und aus guten Gründen deutlich gestiegen. Das werden sie weiter tun. Bis zum Jahr 2050 soll der gesamte Gebäudebestand CO2-neutral sein. Schnell wird so ein heute gebautes Haus zum „Altbau“, wenn nicht weitsichtig geplant wird.

   

Hinzu kommen auch immer mehr Fragen zur Nachhaltigkeit der verwendeten Baukonstruktionen und Baustoffe. Polystyrol z.B. müsste wohl als Sondermüll entsorgt werden, wenn erfolreiche Lobbyarbeit dies nicht vor wenigen Jahren verhindert hätte. Das gilt aber sicher auch für andere Baustoffe (PVC-Fenster, Laminate, Kunststoffe, Anstriche und einiges mehr). Wir wollen hier gar keinen einzelnen schlechter machen als er ist, sondern auf das Thema aufmerksam machen.

   

Für mich als beratender Architekt ist jedes benutzte Haus, das mehr als einen Renovierungsanstrich nötig hat, ein „Altbau“ und gleichzeitig mindestens der aktuell gültigen Energieeinsparverordnung EnEV entspricht. Für die planerische Arbeit spielt es keine Rolle ob ein Haus 10 oder 100 Jahre alt ist. Ein Unterschied macht es, ob es unter Denkmalschutz steht oder in seinem Charakter besonders erhaltenswert ist.

Das Thema „Altbau“ ist vielfältig. Dabei darf der Fingerzeig natürlich nicht fehlen: Entscheident für eine nachhaltige Werterhaltung ist der Blick auf die Zusammenhänge. Ein Gebäude ist ein System und keine Ansammlung von Einzelteilen. Zwei Beispiele:

  • Eine Fassade ist schnell neu angestrichen. Üblicher Weise ist damit die Chance für eine bessere Wärmedämmung für die nächsten 10 bis 15 Jahre verspielt. Weil auch neue Tapeten kamen, ist die Möglichkeit der Innendämmung auch verspielt…
  • Eine Heizung („Brenner“) ist ebenfalls schnell erneuert. Wenn das Haus danach gedämmt wird, ist die Heizanlage überdimensioniert, also ineffizient…

Dies Zusammenhänge des gerade zu bertrachtenden Altbau jedes Mal neu zu erkunden, macht den Spaß daran aus. Und natürlich gibt es auch hier Routienen, so dass nicht ständig das Rad neu erfunden werden muss.

Machen Sie sich schlau, lassen Sie sich beraten, damit Sie die richtigen Fragen stellen können, bevor Sie Aufträge vergeben.

 

Baukostenentwicklung

„Die Baukosten scheinen ins Unermessliche zu steigen. Ist das so oder sind das nur Ausreden und Stammtischparolen?“

Stammtischparolen sind das sicher nicht. Viele Unternehmen haben gut zu tun und die Preise sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen, so dass es ungewöhnlich schwer war, Kostenschätzungen zu erstellen, die auch nach einem Jahr noch belastbar waren. Für die planenden Gewerke ist das ebenso ein Problem, wie für Bauherren. Schauen Sie sich die Baupreisentwicklung selber an. Regional und saisonal schwanken die Zahlen – im Zweifel zu Ihren Ungunsten. Das sollten Sie bei Ihren Planungen beachten. Auch, wenn hier Neubaupreise dargestellt sind, gilt das analog für die Altbaumodernisierung. Hier hat sich die Kostenentwicklung eher stärker verschärft.

Der Baupreisindex für Wohngebäude liegt heute, 4. Quartal 2019, bei 116 (%) gegen über 2015 = 100 (%). 2012 lag der Index bei 91 gegen über 2015.

Quelle: Statistisches Bundesamt

 

Empfehlenswerte Literatur

Ein kleine Literaturliste von Büchern oder Broschüren, die mir über den Weg gelaufen sind und ich mag oder benutzte. Es gibt unzählige mehr und bestimmt auch bessere. Eine Literaturliste beinhaltet die Quellen, mit denen man gearbeitet hat. So handhabe ich es auch hier. Ich unterschreibe auch nicht alles, was hier zu lesen ist.

Weil ich den Eindruck habe, dass heutzutage nicht selten die nötige Betrachtungstiefe fehlt und auch, weil längst eingefahrene Räder als bedeutende, neue Erungenschaften verkauft werden, halte ich es für ganz gut, ruhig einmal „Altes“ anzuschauen. Es ist aktueller als man denken könnte. Mir geht es dabei um das Grundverständnis, um den prinzipiellen Roten Faden nachhaltigen Bauens, den man kennen sollte, um Dinge richtig zu machen. Der ist überhaupt nicht neu! Der schnelle Blick auf eine App reicht einfach nicht, um Dinge wirklich gut zu machen. Und ein „Haben-wir-immer-so-gemacht“ war schon immer etwas beschränkt.

Wenn Sie die Titel, Autoren, Verlage in eine Suchmaschine eingeben, finden Sie die Bücher bei den einschlägigen Quellen. Manche sind kostenlos (z.B. der altbau plus Wegweiser) und manche sind nur antiquarisch zu bekommen.

Also, diese Literaturliste ist eine Meinungsäußerung und keine neutrale, sachliche Aufzählung. Von Zeit zu Zeit gerät mir etwas Interessantes in die Hände, das ich für Wert halte zu empfehlen. Manches wird Widerspruch provozieren. Das ist gut so, denn dann beginnt die Auseinandersetzung mit dem Thema.

Viel Spaß beim lesen.

 

Gesundes Bauen

Je nach Datenquelle haben wir in Deutschland etwa 25 – 35 % Allergiker mit deutlich steigender Tendenz. Davon sind besonders Kinder betroffen. Die Luft in Innenräumen von Büros, Schulen und Wohnungen ist tatsächlich meist schlechter als es die Grenzwerte für die Luftreinhaltung in den Städten erlauben. Dazu kommen Belastungen durch Elektrosmog, die wir ja zu gerne ausblenden.

Die Wahl der Baustoffe und daraus resultierender Baukonstruktionen hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf das Innenraumklima und damit auf die Gesundheit der Bewohner.

Also beschäftigen sich die Altbau-FAQs auch mit diesem Thema. In jedem Beitrag steckt etwas davon – mehr oder weniger sichtbar. Es wird manchen Beitrag geben, der sich explizit mit dem gesunden Bauen und gutem Innenraumklima gefasst.

 

Wenn Sie Fragen haben

die hier bisher nicht beantwortet wurden, können Sie mir gerne eine Email schreiben. Dann werde ich die Frage hier öffentlich beantworten. Das kann allerdings unter Umständen etwas dauern.

Alternativ stehen Ihnen die Sprechstunden bei altbau e.V. plus offen. Sie dienen der Initialberatung bevor Sie sich der Frage stellen ob Sie einen Architekten, Fachplaner benötigen. Auch Fragen nach öffentlicher Förderung Ihres Vorhabens werden hir beantwortet.

Darüber hinaus gehende Beratung zu den Themen Gesundes und Nachhaltiges Bauen, Solararchitektur, Holz- und Lehmbau schauen Sie dafür auf meine Webseite.

Zum Bauen mit Lehmbaustoffen gibt es die Lehmbau-FAQs. Als Webseite baue ich sie gerade neu auf. Bei facebook sind sie nach wie vor zu finden.