Wandheizung im Altbau

Im Altbau ist es oft nicht ganz einfach eine zeitgemäße Heizanlage mit niedrigen Vorlauftemperaturen einzubauen. Eine Wärmepumpe kann zwar höhere Temperaturen des Heizkreises bedienen, wird dann aber unwirtschaftlich und verliert ihren eigentlichen Sinn. Wenn aber auch weitere Renovierungsarbeiten anstehen, bieten sich Möglichkeiten, die weniger aufwendig sind als sie erscheinen mögen.

Der Trick ist, möglichst viel Fläche mit dann niedrigerer Temperatur zu heizen. Die klassische Fußbodenheizung bietet sich unter Umständen an, meistens aber eher nicht. Bleiben die Wände. Stellen wir uns die Fußbodenheizung einfach hochgeklappt vor. Das lässt sich einfach auf vorhandene Putzflächen oder, wie hier im Beispiel des Fotos, auf Trockenbauwänden montieren. Dazu werden Kupfer-, PE- oder Verbundrohre mittels Klippleisten an den Wänden befestigt und anschließend verputzt.

Der Putz ist idealerweise ein Lehmputz, weil er bestens geeignet ist, die Temperaturspannungen im Putz schadlos aufzunehmen und gleichzeitig die Wärme gut abzustrahlen. Verarbeitungstechnisch bietet Lehmputz zusätzliche Vorteile. Für den Hausmann wichtig: Da Lehm nicht chemisch abbindet, lässt er sich mit Wasser wieder anlösen. Das heißt, Baustellenschmutz kann ohne viel Mühe einfach weggeputzt werden. Beim Arbeiten in bewohnten Wohnungen ist das ein nicht zu unterschätzendes Argument.

„Abstrahlen“ haben wir oben gesagt. Eine Wandheizung ist eine besonders wirkungsvolle Strahlungsheizung. Da wir Menschen aufrechte Wesen sind, können wir von senkrechten Flächen bestens angestrahlt werden.

Text: altbau plus e.V.