Dach oder Speicherboden dämmen?

Das Haus hat einen unbeheizten Dachraum, Speicher. Ist es besser das Dach oder den Speicherboden, also die oberste Geschossdecke, zu dämmen? Ist das überhaupt nötig?

Decken mit geringer oder sogar ohne Dämmung leiten viel Wärme in den kalten Dachboden weiter: Man heizt den Dachraum also ungewollt mit. Das gilt, zwar abgeschwächt, auch, wenn die Dachfläche gedämmt ist. Eine nachträgliche Dämmung auf dem Speicherboden kann mit wenig Aufwand viel Heizenergie sparen! Außerdem ist sie gesetzliche Pflicht nach Energieeinsparverordnung EnEV. Im Übrigen können so Drempel und Giebelflächen vernachlässigt werden.

Bei Holzbalkendecken muss wegen der unterschiedlichen Schichten etwas genauer hingeschaut werden: Zuerst sollten die Hohlräume zwischen den Balken vollständig ausgefüllt sein, dann kommt eine weitere Dämmschicht darüber. Die Deckenkonstruktion muss luftdicht sein.

Bei Betondecken ist die Sache oft einfacher: Sie sind in der Regel von vorneherein luftdicht und die Dämmschicht kann oben auf die Decke gelegt werden. Dennoch muss auf möglche Wärmebrücken durch die Betondecke geachtet werden

Für die Dämmung der obersten Geschossdecke, des Speicherbodens, gibt es auch druckfeste, begehbare Dämmstoffe.

Text: altbau plus e.V.